Papierschiff
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Was ist ein Papierschiff? 
Bau eines Papierschiffes
Das Schiff mit drei Segeln
Das Schiff mit großem Segel
Etwas Mathematik
Gag
Papierschiff im Internet
Referenz...
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Was ist ein Papierschiff? 
Das Papierschiff ist ein gefaltetes Schiff.  Es schwimmt sogar - für eine Weile.
Es heißt auch Schiffchen, Boot, Segelboot oder Kahn. 
Es ist offenbar überall in der Welt bekannt. 

Bau eines Papier-Schiffes top
1
Nimm ein Blatt Papier vom Format DIN A 4. 

Klappe die obere Hälfte an der roten Linie nach unten.

2
Suche die Mittellinie, indem du die linke Hälfte auf die rechte Hälfte legst und wieder entfaltest.
3
Falte die beiden oben rechts und links liegenden Dreiecke an den roten Linien nach unten. 
4
Es müsste dann so aussehen.
5
Falte den unten liegenden vorderen Streifen an der roten Linie nach oben.
6
Falte dann die beiden kleinen Dreiecke rechts und links nach hinten, so dass sie verschwinden.
7
Das müsste dann so aussehen. 
8
Drehe das Papier um und falte den unteren Streifen nach oben.

Es ist der bekannte Hut entstanden.

9
Drehe den Hut um 90 Grad und öffne ihn. Die Daumen liegen innen. Lege dann die obere und die untere Spitze aufeinander.
10
Es müsste dann so aussehen. 
11
Falte das vordere untere Dreieck an der roten Linie nach oben.
12
Das müsste dann so aussehen.
13
Drehe das Papier um und klappe wieder das untere Dreieck nach oben. Es ergibt sich der nebenstehende Hut ohne Krempe.
14
Öffne den Hut wieder und lege die obere Spitze auf die untere.
15
Ziehe jetzt an den oberen Ecken der Dreiecke in Pfeilrichtung...
16
... so weit wie möglich. Forme das Schiff. 

Es ist fertig. 

Bei Verwendung von DIN A4 Papier guckt das Segel ein wenig oben heraus.
 

17
Damit es schwimmen kann, muss man es in Querrichtung auseinanderziehen.


Das Schiff mit drei Segeln  top
Es ist vielleicht nicht so sehr bekannt, dass man dem Schiff in der Mitte mehrere "Segel" geben kann. 
Führe Schritt 15 nicht aus. Falte das untere vordere Dreieck nach oben, drehe das Gebilde um und falte wieder das untere Dreieck noch oben.
Das müsste dann so aussehen.
Drehe den "Hut" um 90 Grad und öffne ihn. Lege dann die obere und die untere Spitze aufeinander.
Ziehe jetzt an den oberen Ecken der Dreiecke  in Pfeilrichtung and forme das Schiff.
Wenn das Papier nicht zu dick ist, kann man diese Schritte sogar noch einmal wiederholen und nach weiteren Segeln suchen ;-).


Das Schiff mit großem Segel     top
Führe die Schritte 1 bis 10 durch. 
Falte an der roten Linie das untere Dreieck nach oben und mache diese Faltung wieder rückgängig. So findet man die Mitte des Quadrats.
Falte an der roten Linie das untere Dreieck nach oben, so dass die Spitze die Mitte erreicht.
Das müsste dann so aussehen. 

Drehe das Papier um und faltet das untere Dreieck nach oben.

Führe schließlich die Schritte 14, 15 und 16 durch.
Ergebnis:

Wählt man das untere Dreieck etwas größer, so verkleinert sich das Segel.

Etwas Mathematik   top
Form
Mathematisch gesehen besteht die Ausgangsfigur des Schiffes aus zwei gleichschenklig-rechtwinkligen Dreiecken, die an den Katheten verbunden sind. Es entsteht das Schiffchen, wenn man die unteren Teile der beiden Dreiecke an der Mittellinie spiegelt.


Auseinandergefaltet
... Das Schiffchen besteht aus drei Teilen, der vorderen Seite, der hinteren Seite und dem Segel. 
Das auseinandergefaltete Blatt (ganz links) zeigt diese Teile. Das Muster hat nur eine vertikal liegende Symmetrieachse. 

Das beste Papierformat für das Schiff 
......
Zum Falten des Schiffes wurde ein Blatt DIN A4 verwendet. Markiert man die Außenwände des Schiffes mit Hellrot und die Innenwände mit Pink und entfaltet das Blatt wieder, so ergibt sich das nebenstehende Muster. Es stellt sich heraus, dass die Innenwand ein wenig zu schmal ist. Ideal wäre es, wenn die pinkfarbenen Streifen dieselbe Höhe wie die hellroten Streifen hätten. Das würde bei einem Format 3:2=1.5 erfüllt sein. Das Blatt DIN A4 hat dagegen das Seitenverhältnis 1.4 (=Wurzel aus 2). 

Die Größe des Schiffes wird durch die Papierbreite und nicht durch die Höhe bestimmt.


Gag    top
...... Reißt man die beiden Enden des Schiffes und die Spitze des Segels ab und entfaltet den Rest, so erhält man die Umrisse eines Hemdes - mit oder ohne Ärmel, wie gewünscht.
Schaurig schön ist die Geschichte dazu: Ein Schiff geht unter, Wochen später findet man am Strand nur noch das Hemd des Kapitäns.


Samayne Phillips aus Südaustralien sandte mir eine Geschichte zu, die sie als Kind gehört hatte: 
"Once upon a time there was a pirate boat that set off in search of treasure, one day (as it neared an island) a storm blew up and the boat crashed into some rocks (tear off the front of the boat), so the Capitan decided to turn around and try to sail to shore that way (turn boat around).  Then they crashed into some more rocks (tear off the other end).  “No worries mate” (it was an Australian pirate) “we’ll just turn her over and sail in upside down” (turn boat over).  Then there was a huge wave and more rocks and the top of the sail broke off (tear off top of boat).  Well after that there was no help for it, the ship sank.  The exhausted crew swam for the shore, but the Capitan went down with the ship (‘coz that’s what captains do) and all they found of him was his shirt."

Hier ist die Übersetzung:
Es war einmal ein Piratenschiff, das ging auf Schatzsuche. Eines Tages (als man sich einer Insel näherte) kam ein Sturm auf und das Schiff krachte auf einen Felsen (Reiß' die Vorderseite des Schiffchens ab). So entschied sich der Kapitän zu wenden und zur Küste zu segeln (Drehe das Schiffchen um). Dann krachten sie auf weitere Felsen (Reiß' das andere Ende ab).
"Keine Angst Leute" (er war eine australischer Pirat) "wir werden jetzt kopfüber weitersegeln" (Stelle das Schiffchen auf den Kopf). Dann kamen eine riesige Welle und weitere Felsen und die Spitze des Segels brach ab (Reiße die Spitze des Schiffchens ab). Nun gut, danach gab es für das Schiff keine Hilfe mehr und es sank. Die erschöpfte Mannschaft schwamm zur Küste, doch der Kapitän ging mit dem Schiff unter (das tun Kapitäne in solchen Fällen wohl). Alles, was man von ihm fand, war das Hemd. 


Es gibt auch eine deutsche Version mit einem Happy End: "Es waren einmal ein paar Matrosen," (Google hilft).

Papierschiff im Internet  top

English

Clay Randall (Money Origami)
The Sailboat

Freaking News
Paper Boat Pictures Gallery

Hans Bodlaender
Traditional Origami: Boat

Ken Cupery (Ken's Paper Boat Page)
An Exercise in Paper Folding[Instructions published in 1887(!)]

Recordholders (Peter Koppen)
The Paper Ship Folding World Record


German

Holger Dambeck (Spiegel online)
Im Papierschiff über den Kanal

Robert Bronsart (Universitaet Rostock - Fakultaet fuer Maschinenbau und Schiffstechnik)
Internationaler Papierschiff Wettbewerb

Stefan Beyer
Das kleinste Papierschiffchen der Welt

wdrmaus (Sachgeschichten)
Papierboot


Referenz   top
(1) Joachim Schönherr: Wir falten und falzen, Leipzig 1990 


Gail from Oregon Coast, thank you for supporting me in making this website.

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http://www.mathematische-basteleien.de/

©  2001 Jürgen Köller

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