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Was ist ein Hyperkubus?
Der Hyperkubus ist der vierdimensionale Würfel.
Unsere Vorstellungskraft reicht nicht aus, um sich die vierte Dimension
und speziell den Hyperkubus als Ganzes vorzustellen.
In Analogie zum Übergang vom Quadrat zum Würfel kann man
sich dem Hyperkubus vom Würfel aus von verschiedenen Seiten nähern
und wird so mit ihm vertraut.
Er heißt auch Tesserakt, Hyperwürfel oder Achtzell.
Schrägbilder top
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Verschiebt man ein Quadrat parallel im Raum und verbindet entsprechende
Ecken, so entsteht das Schrägbild eines Würfels. |
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Verschiebt man einen Würfel parallel im Raum und verbindet entsprechende
Ecken, so entsteht das Schrägbild eines Hyperkubus. |
Der Hyperkubus hat 16 Ecken (aus 2 Würfeln hervorgegangen) und 32
Kanten (2 Würfel und Verbindungslinien).
Der Hyperkubus hat 24 Quadrate.
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So wie der Würfel von 6 Quadraten begrenzt wird, so bilden 8 Würfel
den Hyperkubus. |
Die Zahlen 134, 124, 234, 123 geben Basisvektoren an (unten erklärt).
Wer den 3D-Blick beherrscht, kann den Hyperkubus auch dreidimensional
betrachten:
Zentralprojektionen top
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In einer Zentralprojektion ist der Würfel verzerrt. Von den sechs
Quadraten eines Würfels erscheinen vier als Trapeze, die zwischen
dem kleinen und großen Quadrat liegen. |
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Daraus ist eine Darstellung des Hyperkubus entstanden, die auf
Viktor Schlegel (1888) zurückgeht. |
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Von den 8 Würfeln erscheinen 6 als Pyramidenstümpfe,
die zwischen einem kleinen und großen Würfel liegen. |
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An jeder Ecke stoßen 4 Würfel, 6 Quadrate und 4 Kanten zusammen.
An jeder Kante stoßen 3 Würfel und 3 Quadrate zusammen.
An jedem Quadrat stoßen 2 Würfel zusammen.
Netze top
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Klappt man den Würfel auf, so entsteht sein Netz. Die 6 Quadrate
haben zusammen 6*4=24 Seiten. 2*5=10 Seiten (rot) sind gebunden. Beim Zusammenbau
des Würfels müssen die restlichen 14 Seiten paarweise zusammengeklebt
werden. Es gibt insgesamt 11 Netze.
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Klappt man den Hyperkubus auf, so entsteht als Netz ein Würfelkörper
aus 8 Würfeln. Die acht Würfel haben zusammen 8*6=48 Quadrate.
2*7=14 Quadrate sind gebunden. Beim Zusammenbau des Hyperkubus müssen
die restlichen 34 Quadrate paarweise zusammengeklebt werden. Peter Turney
bzw. Dan Hoey haben 261 Netze gezählt. |
Schnitte top
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Ein Würfel (genauer: Einheitswürfel) wird durch drei paarweise
aufeinander senkrecht stehende Einheitsvektoren (rot) erzeugt. Sie bilden
ein Koordinatensystem (O,x1,x2,x3). Die Eckpunkte lassen sich dann durch
Zahlentripel, gebildet aus den Zahlen 0 und 1, darstellen. |
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Zum Punkt P gehört das Tripel (011). Man gelangt zu P, indem man
vom Nullpunkt (000) aus zuerst in Richtung x2 und dann in Richtung x3 geht.
Das wird festgehalten mit 011. |
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Auf diese Weise kann man alle acht Eckpunkte mit Koordinaten versehen.
Es kommen alle Dreierkombinationen aus 0 und 1 vor. |
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Addiert man die Koordinaten eines Punktes, so ergeben sich die Summen
0,1,2 oder 3. Den Summen 0 und 3 sind gegenüberliegende Eckpunkte
des Würfels zugeordnet. Sie stellen eine Raumdiagonale dar (grün).
Verbindet man die Punkte mit den Summen 1 und 2, so ergeben sich Dreiecke
(rot). |
Setzt man x1+x2+x3 = a und lässt a alle Zahlen von 0 bis 3 durchlaufen,
so ergibt sich für jedes a eine Schnittebene. Der Schnitt erfolgt
senkrecht zur Raumdiagonalen von (000) nach (111). Berühmt ist das
Sechseck für a=1,5.
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Entsprechend erzeugen 4 Basisvektoren (rot) den Hyperkubus.
Als Koordinaten kommen alle Viererkombinationen aus 0 und 1 vor. |
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Addiert man die Koordinaten eines Punktes, so ergeben sich die Summen
0,1,2,3 oder 4. Den Summen 0 und 4 sind Eckpunkte zugeordnet. Sie stellen
eine Raumdiagonale dar (grün).
Verbindet man die Punkte mit den Summen 1 und 3, so ergeben sich zwei
Tetraeder (rot). Für die Summe 2 ergibt sich ein Oktaeder (blau).
Setzt man x1+x2+x3+x4= a und lässt a alle Zahlen von 0 bis 4 durchlaufen,
so ergibt sich für jedes a ein Schnittkörper. Der Schnitt erfolgt
senkrecht zur Raumdiagonalen von (0000) nach (1111). |
Weitere Schrägbilder des
Hyperwürfels top
Auch ein Rhombendodekaeder kann einen Hyperkubus darstellen.

Der n-dimensionale Würfel
top
Der Hyperkubus ist ein Gedankengebilde. Man erhält eine plausible
"Erklärung" für seine Eigenschaften durch das Permanenzprinzip,
das in der Mathematik häufig angewandt wird, um "vom Bekannten zum
Unbekannten" zu gelangen.
"Würfel" mit den Dimensionen 1, 2 und 3 haben folgende Eigenschaften.
Es müssten jetzt in der nächsten Zeile die Daten des Hyperwürfels
folgen. Dimension=4, Ecken=16 ist klar. Wie die Folge der Kanten und Quadrate
fortgesetzt werden muss, beschreibt das folgende Bildungsgesetz.
Setzt man in die Terme n=4, so erhält man für den Hyperkubus
folgende Daten.
Daten des 5-dimensionalen Würfels, eine Zugabe:
Der Hyperkubus im Internet
top
Englisch
Amb
Hyper-Dimensional References
(collection
of links)
Eric W. Weisstein, (MathWorld)
Hypercube
Garrett Jones
Fourth Dimension: Tetraspace
, Links
Google
Science
> Math > Geometry > Higher Dimensional
Peter Turney
Unfolding the Tesseract
Stefan Scheller
Stereoscopic
Interactive Hypercube Slicer
Wikipedia
Hypercube,
Tesseract,
Fourth dimension
Deutsch
Bernd Grave Jakobi
ein rotierender
vierdimensionaler Würfel
Hans Walser
Der
n-dimensionale Hyperwürfel (.pdf-Datei)
Marcus Gossler
Zur
Elementargeometrie höherdimensionaler Würfel
Wikipedia
Hyperwürfel,
Tesserakt,
4D
Referenzen top
(1) Martin Gardner: Mathematischer Karneval, Frankfurt am Main, 1975
(2) Fritz Reinhardt, Heinrich Soeder: dtv-Atlas zur Mathematik I (Seite
172), München 1977
(3) R.Thiele, K.Haase: Der verzauberte Raum, Leipzig, 1991
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2001 Jürgen Köller
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