Abgestumpftes Tetraeder
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Was ist ein abgestumpftes Tetraeder?
Besondere Lagen 
Netz
Größen
Vom Tetraeder zum Oktaeder
Abgestumpftes Tetraeder im Internet 
Referenzen
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Was ist ein abgestumpftes Tetraeder?
......
Ein abgestumpftes Tetraeder ist ein Körper, der von 4 regelmäßigen Sechsecken und 4 gleichseitigen Dreiecken gebildet wird. 


...... Es entsteht aus einem Tetraeder, indem man an den Ecken passend dreiseitige  Pyramiden abschneidet. 

Dazu teilt man die Kanten in drei gleiche Teile.


Da an jeder Ecke regelmäßige Vielecke in gleicher Weise aufeinandertreffen, gehört es zu den archimedischen Körpern. 

Aus den Ecken des Tetraeders werden bei diesem Körper vier gleichseitige Dreiecke. 
Die vier Seitenflächen des Tetraeders bleiben als Sechsecke erhalten. 
Neben den 4+4=8 Seitenflächen hat der abgestumpfte Tetraeder 18 Kanten und 12 Eckpunkte.

Die beiden folgenden, nebeneinander liegenden Bilder ermöglichen eine dreidimensionale Ansicht des Körpers.
undurchsichtig:

durchsichtig:


Besondere Lagen    top

Ein Sechseck liegt vorne.

Ein Dreieck liegt vorne.



Die Seite eines Dreiecks liegt vorne.

Die gemeinsame Seite zweier Sechsecke liegt vorne.


Eine Ecke liegt vorne.

Zwei Sechsecke liegen senkrecht zur Zeichenebene.



Ein Schlegel-Diagramm

Netz    top
Ein Netz von vielen des abgestumpften Tetraeders.


Größen  top
Das abgestumpfte Tetraeder sei durch die Kantenlänge a gegeben. 
Daraus lassen sich weitere Größen wie Radius R der Umkugel, Volumen V ,Oberfläche O und Abstand d3'6 eines Dreiecks vom gegenüberliegenden Sechseck berechnen.


Herleitungen
Oberfläche
Die Oberfläche setzt sich aus den Flächeninhalten der vier Sechsecke und der vier Dreiecke zusammen. 
Ein gleichseitiges Dreieck hat den Flächeninhalt (1/4)sqrt(3)a². Ein Sechseck besteht auch aus sechs gleichen Dreiecken. Also ist die Oberfläche O=4A6+4A3=6*4A3+4A3=28A3=28*[(1/4)sqrt(3)a².]=7*sqrt(3)a², wzbw.
Volumen
Man erhält das Volumen des abgestumpften Tetraeders, indem man das vierfache Volumen einer Pyramide vom Volumen des Tetraeders subtrahiert. 
...... Ein Tetraeder der Kantenlänge a' hat ein Volumen von V'3=(1/12)sqr(2)*a'³ und eine Höhe von H'=(1/3)sqrt(6)a'.
Sind die entsprechenden Größen des abzuschneidenden Tetraeders a, H und V, so gilt nach dem ersten Strahlensatz a=a'/3, H=H'/3 und weiter V3=(1/12)sqrt(2)a³. 
Damit gilt für das Volumen V=V'3 - 4V3=(1/12)sqr(2)*(3a)³ - 4(1/12)sqrt(2)a³=(23/12)sqrt(2)a³, wzbw.

Radius R der Umkugel 
Vorweg: Der Radius der Umkugel des obigen großen Tetraeders ist R'=(1/4)sqrt(6)a'
......
M sei der Mittelpunkt des Tetraeders. In das Tetraeder legt man ein rechtwinkliges Dreieck mit den Seiten R, dem Abstand des Mittelpunkts von einer Seitenfläche R'-H und 2/3h. 
h ist die Höhe im gleichseitigen Dreieck h=(1/2)sqrt(3)a. - Nach dem Satz des Pythagoras gilt R²=(R'-H)²+(2/3h)²=[(1/4)sqrt(6)(3a)-(1/3)sqrt(6)a]²+[(2/3)(1/2)sqrt(3)a]²=...=(22/16)a² oder R=(1/4)sqrt(22)a, wzbw. 

Abstand d3'6 eines Dreiecks vom gegenüberliegenden Sechseck
Es gilt d3'6=H'-H=(1/3)sqrt(6)a'-(1/3)sqrt(6)a=(1/3)sqrt(6)(3a)-(1/3)sqrt(6)a=(2/3)sqrt(6)a

Vom Tetraeder zum Oktaeder top
...... Aus einem Tetraeder kann ein zweiter Körper auch durch Abschneiden dreiseitiger Pyramiden entstehen. 

Dazu halbiert man die Kanten. Es entsteht ein Oktaeder.


Eine Übersicht über alle 13 archimedischen Körper findet man an einer anderen Stelle meiner Homepage. 

Abgestumpftes Tetraeder im Internet    top

Deutsch

Wikipedia
Abgestumpftes Tetraeder, Archimedischer Körper, Catalanischer Körper,  Triakistetraeder



Englisch

Eric W. Weisstein (MathWorld)
Truncated TetrahedronArchimedean Solid, Small Triakis Octahedron

Geneviève Tulloue ( Figures Animées pour la Physique ) 
Truncated Tetrahedron (Applet) 

G. Korthals Altes 
Paper Models of Truncated Tetrahedron

Poly 
A program for downloading (Poly is a shareware program for exploring and constructing polyhedra) 

Wikipedia
Truncated tetrahedronArchimedean solid, Catalan solid
 Triakis tetrahedron

Der duale Körper ist ein Tetraeder mit aufgesetzten, dreiseitigen Pyramiden.


Referenzen    top
(1) H.Martyn Cundy and A.P.Rollett: Mathematical Models, Oxford 1961 (Seite 101)


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http://www.mathematische-basteleien.de/

©  2007 Jürgen Köller

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