|
Zeppelin top
Schneide in einen Papierstreifen (z:B. 1cm x 10cm) oben und unten eine
Kerbe bis zur Hälfte. Biege den Streifen in der Mitte und verbinde
die beiden Streifenenden mit Hilfe der Kerben.
Es entsteht ein Gebilde, das Ähnlichkeit mit einem Zeppelin hat.
Das Besondere besteht darin, dass man den Zeppelin fallenlassen kann und
dass er sich bei entsprechenden Anfangsbedingungen während des Fallens
um die horizontal liegende Symmetrieachse schnell dreht.
Der Zeppelin hat während des Fallens eine stabile Lage, da sein
Trägheitmoment in dieser Lage ein Minimum annimmt. Die gebogene Form
oben und unten sorgt für Drehmomente, die die Drehung aufrechterhalten.
Diese Bastelei soll in den 30iger Jahren zu den Zeiten des Zeppelins
sehr populär gewesen sein.
Knoten top
Bindet man mit einem Papierstreifen einen Knoten ("Überhandknoten")
und zieht vorsichtig an den Papierenden, so entsteht erstaunlicherweise
ein Fünfeck.
Tröte top
 |
Klemmt man jeweils zwischen Handballen und Daumen beider Hände
einen Papierstreifen 1cm x10cm und pustet kräftig in den kleinen
Spalt zwischen den beiden Daumen, so entsteht ein durchdringender, quäkender
Ton.
Ein Ton entsteht auch, wenn man einen breiten Grashalm einklemmt. |
Spiralen top
 |
Zieht man zwischen dem Daumen und der Schneide eines Messers unter
Druck einen Papierstreifen, so krümmt sich dieser zu einer Spirale.
Er wird zu einer Locke, wenn man die Schwerkraft wirken lässt. Dieser
Effekt wird auf Kunststoffbänder angewandt, um die Enden eines Geschenkbandes
ansehnlicher zu machen. |
Ich nehme an, dass dieser Effekt wie beim Bimetallstreifen zu erklären
ist.
Beim Bimetallstreifen werden zwei Streifen aus verschiedenen Metallen
aufeinandergeklebt. Erhitzt man den Bimetallstreifen, so dehnt sich ein
Metallstreifen stärker aus, der Bimetallstreifen krümmt sich.
Beim Papierstreifen ist aber nicht der Temperaturunterschied zwischen
Ober- und Unterseite die Ursache. Mit dem Messer wird auf einer Seite die
Oberflächenstruktur "gewellt". Diese Seite wird "kürzer". (Quelle:
Sendung mit der Maus und TH Aachen)
Übrigens krümmt sich ein Papierstreifen auch leicht, wenn
man ihn hoch über eine Kerze hält. Das ist der Bimetall-Effekt.
Möbiusband top
Die Enden eines Streifen werden aufeinandergeklebt. Es entsteht ein
Ring wie links abgebildet.
Dreht man das eine Ende um und klebt wieder die Enden aufeinander,
so entsteht das sogenannte Möbiusband rechts.
Schneidet man den Ring links längs der Mittellinie, die eingezeichnet
ist, auseinander, so entstehen zwei Ringe.
Variationen:
Scheidet man den Ring in gleicher Weise
noch einmal in zwei Teile, so erlebt man eine weitere Überraschung.
Bill aus Michigan gab den Tipp: Schneide
den Möbiusstreifen in Drittelstreifen statt in zwei Streifen. Ergebnis?
... ... |
>Klebe zwei Ringe aneinander, wobei sie um 90° gegeneinander gedreht
sind. Die quadratische Klebefläche ist grün markiert.
>Schneide nacheinander zuerst den einen, dann den anderen Ring längs
der Mittellinien auseinander.
Es ergeben sich überraschende Resultate. |
Andreas Reichelt aus Neckargemünd machte mich auf diese Bastelei aufmerksam.
Er sah sie bei BR alpha in der Sendung "Mathematik zum Anfassen".
Streifen braucht man auch für die Basteleien auf meinen Seiten
Fröbelstern, Flexagon,
Tetraflexagon,
Hexahexaflexagon,
Flexatube,
Körper
flechten.
Nur
ein Streifen Papier im Internet top
Deutsch
Birgit Bachmann und Stefan R. Müller (www.blinde-kuh.de)
Hexentreppe
Elisabeth Eder
Papierketten
Klaus-Peter Kostian
Eine
Katzentreppe
Kapege/Spielkeks
Möbiusband selbstgebastelt,
Ein
Kreuz mit einem Schnitt, Durch
ein Kartenblatt kriechen
Labbé
Scherenschnitt
Papierketten
Englisch
Art contest at the Hirshorn Modern Art Gallery in DC
One Sheet
of Paper
Dave Root
The Index
Card Trick
MaryAnn Kohl
Hands Across America
Paper Dolls from Global Art
Feedback: Emailadresse auf meiner Hauptseite
Diese
Seite ist auch in Englisch vorhanden.
URL meiner
Homepage:
http://www.mathematische-basteleien.de/
©
1999 Jürgen Köller
top |