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Was ist ein Ikosaeder?
Ein Ikosaeder ist
ein Körper aus 20 gleichseitigen Dreiecken.

Ikosaeder heißt Zwanzigflächner.
Das Ikosaeder gehört zu den fünf Platonischen Körpern.
Es wird nur von gleichseitigen Dreiecken begrenzt und ist somit auch
ein
Deltaeder.
Die Bildpaare auf dieser Seite ermöglichen
eine dreidimensionale Sicht der Körper.
Fünfseitige Pyramiden top
Das Ikosaeder hat neben den 20 Seitenflächen noch 30 Kanten und
12 Ecken.
Jede Ecke bildet die Spitze einer fünfseitigen Pyramide.
Je zwei Pyramiden stehen entgegengesetzt einander gegenüber. Dabei
sind die Grundflächen gegeneinander gedreht.
Man erhält das Ikosaeder, wenn man die Ecken der Grundflächen
der Pyramiden durch eine Zickzacklinie miteinander verbindet.

Zwei regelmäßige Fünfecke - gegeneinander gedreht -
begrenzen die mittlere Schicht oben und unten.
Der Schichtkörper ist ein Antiprisma. Das erkennt man noch
einmal in der folgenden Ansicht.
Ikosaeder und Würfel top
Es gibt einen (gelben) Würfel, den man um das Ikosaeder legen
kann. Dabei berühren drei gegenüberliegende Kantenpaare den Würfel
in Mittellinien der Würfelflächen.

Der Deutlichkeit halber sind nur der Würfel und die sechs Kanten
gezeichnet.

Man erhält das Ikosaeder, indem man
die Kantenenden passend miteinander verbindet. Als Beispiel ist eine Seitenfläche
eingezeichnet.

Auf diese Weise sind die Zeichnungen des Ikosaeders auf dieser Seite
entstanden.
Größen top
Das Ikosaeder hat die Kantenlänge a, das Volumen
V,
die Oberfläche O, den Radius R der Umkugel und den Radius
r
der Inkugel.
Ist die Kantenlänge a gegeben, so gilt für die übrigen
Größen:
Herleitungen
... ...
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Man verwendet im Folgenden zwei Formeln des gleichseitigen Dreiecks
h = (1/2)sqrt(3)a
A3=(1/4)sqrt(3)a² |
Oberfläche O
O=20*A3=20*(1/4)sqrt(3)a²=5sqrt(3)a²
Radius R der Umkugel
und Radius r der Inkugel
1 Man legt durch die Mitte des Körpers eine Schnittfläche,
die dann die Kugeln als Kreise zeigt.

2 Die Schnittfläche ist ein Sechseck, das aus vier Dreieckshöhen
und zwei Kanten des Ikosaeders gebildet wird.
3 Den Radius der Umkugel bestimmt man, indem man nach dem Satz
des Pythagoras zunächst die Hilfsstrecke x bestimmt:
h²=x²+(x-a/2)². Die quadratische Gleichung wird
vereinfacht zu x²-(a/2)x-a²/4=0. Die zutreffende Lösung
ist x=(1/4)[1+sqrt(5)]a.
Dann folgt nach dem Satz des Pythagoras R²=a²/4+x² oder
R=(1/4)sqrt[10+2sqrt(5)]a.
4 Den Radius der Inkugel bestimmt man, indem man nach dem Satz
des Pythagoras die Gleichung R²=r²+(2h/3)²=r²+a²/3
aufstellt.
Es ergibt sich r²=R²-a²/3=42/144*a²+18sqrt(5)/144*a²
und r=(1/12)sqrt(3)[3+sqrt(5)]a.
Dabei verwendet man die Identität sqrt[14+6sqrt(5)]=3+sqrt(5).
Volumen V
Die sechs Hauptdiagonalen zerlegen das Ikosaeder in 20 dreiseitige Pyramiden.
Eine Pyramide hat die Grundfläche Ad und die Höhe
r.
Es gilt V=20*A3 *r/3= 20*(1/4)sqrt(3)a²*(1/3)(1/12)sqrt(3)[3+sqrt(5)]a=...=(5/12)[3+sqrt(5)]a³.
Winkel zwischen zwei
Seitenflächen
... ... |
Der Winkel taucht im unregelmäßigen Sechseck, das das Ikosaeder
halbiert, auf und zwar zwischen den Höhen zweier Dreiecke.
Für den halben Winkel gilt sin (epsilon) = x/h. Daraus folgt epsilon=arc
sin (x/h) oder ungefähr 69°06'=69,1°.
Dann ist der "Neigungswinkel" 2*epsilon=138°11'=138,2°. |
In Formelsammlungen findet man 2*epsilon=arc
cos[-(1/3)sqrt(5)].
Netz des Ikosaeders top
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Das sind zwei von 43380 Netzen.
(nach MathWorld) |
Besondere Lagen top
Vorne sind eine Seitenfläche, eine Kante und eine
Ecke
bei
Parallelprojektionen des Ikosaeders.
Goldene Rechtecke
top
Je zwei Kanten haben den Abstand d=2x=(1/2)[1+sqrt(5)]a.
Das ist die Länge der Diagonale in einem Fünfeck der Seitenlänge
a. Und da gilt, dass Diagonale und Seite im Verhältnis des Goldenen
Schnitts stehen.

Dualität
von Ikosaeder und Pentagondodekaeder top
Verbindet man die Mittelpunkte der Seitendreiecke
eines Ikosaeders, entsteht ein Dodekaeder.
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Verbindet man die Mittelpunkte der Seitenfünfecke
eines Dodekaeders, entsteht ein Ikosaeder.
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Die beiden Zeichnungen stellte mir Christian Grünwaldner zur Verfügung.
Es gibt weitere Seiten zum Ikosaeder auf meiner Homepage:
Abgestumpftes Ikosaeder, Platonische
Körper, Deltaeder.
Ikosaeder im Internet top
Deutsch
Dieter Ortner (Zentralschweizer Bildungsserver)
Die
fünf Platonischen Körper (.pdf-Datei, 1,133 MByte)
Gerd Müller
Platonische Körper
in Stereodarstellung
H. B. Meyer (Polyeder aus Flechtstreifen)
Ikosaeder
Michael Treiber
Das Ikosaeder (.pdf-Datei)
Udo Hebisch (Mathematisches Café)
Ikosaeder
Walter Fendt
Das Ikosaeder
(.pdf-Datei)
Wikipedia
Ikosaeder
Englisch
Dr Shaun Heaphy (http://www.tulane.edu/~dmsander/)
Virus
Structure
Eric W. Weisstein (MathWorld)
Isocahedron,
Truncated
Icosahedron, Icosahedron
Stellations
Gijs Korthals Altes
Paper model Icosahedron
Herman SERRAS
The regular
dodecahedron and icosahedron
Jim Loy
Regular Solids
Kenneth James Michael MacLean
THE ICOSAHEDRON
Poly
A program for downloading (Poly is
a shareware program for exploring and constructing polyhedra)
Robert Webb
Stella:
Polyhedron Navigator
Wikipedia
Icosahedron
Dank an Nicolas Kauffmann aus Wuppertal
für Unterstützung
Feedback: Emailadresse auf meiner Hauptseite
URL meiner
Homepage:
http://www.mathematische-basteleien.de/
©
2004 Jürgen Köller
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